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Bavaria Fonds - Angebot mit Tücken

Mittelverwendung ungeklärt - extrem benachteiligende Konditionen - Anleger aus unserer Sicht chancenlos

München, 07.03.2006; Schlechte Nachrichten für die Anleger der Münchner Bavaria Fonds GmbH und Co. KG. Eine Analyse des Angebots fördert jenseits des zweifelhaften Umgangs mit Anlegern (vgl. Bavaria Fonds - gezielte Vermögensvernichtung) massive weitere Ungereimtheiten zu Tage. Danach sind Chancen eines Anlegers, mit dieser Anlage Gewinn zu erzielen, aus unserer Sicht praktisch nicht gegeben.

Keine Jahresabschlüsse

Mit prüfbaren Abschlüssen tun sich die Macher der Fonds offensichtlich schwer. Weder enthält der bis Juli 2005 verwendete Prospekt eine Eröffnungsbilanz oder einen nachvollziehbaren Jahresabschluss, noch sind solche Daten über die Internetpräsenz der Gesellschaft zu erfahren. Man muss also raten, wie viel Geld bis jetzt schon eingesammelt worden sein könnte, wie dies verwendet wurde und ob und gegebenenfalls welche Erträge es abwirft. Da der Prospekt auch hier in höchstem Maße nichtssagend ist, dürfte dies schwer fallen. Man kann allenfalls entnehmen, dass z.T. Investmentfonds durchaus renommierter Anbieter erworben werden sollen. Andererseits erschließt sich nicht, warum man die nicht direkt zeichnen sollte. Man spart sich damit nicht nur das Risiko, sein Geld in unbekannte Hände zu geben, sondern auch ein erhebliches Maß an Kosten, die sich hier inklusive Agio auf über 20% erstrecken.

Auch wenn der Prospekt 08/2005 hier etwas mehr aussagt, kann dies die Anleger nicht erfreuen. Wir haben die Details in unserem Text Bavaria Fonds - Neuer Prospekt analysiert. Zur Beruhigung der Anleger kann dies nicht beitragen.

Keine Gewinnaussichten
Zeichner des Fonds werden zudem in weiterer Hinsicht hintergangen. Selbst wenn sie ihre Verpflichtungen vollständig erbringen und über die gesamte Laufzeit ihre Einlage einbezahlen, haben sie kaum Chancen, von einem erfolgreichen Fondsverlauf zu profitieren. Dafür sorgen Regelungen im Gesellschaftsvertrag, die uns bislang so noch nicht untergekommen sind. So reduziert sich das am Ende fällige Auseinandersetzungsguthaben stets um die "Gründungskosten / Gestehungskosten" in Höhe von 17,10% und die sonstigen Kosten der Gesellschaft. Kurios ist auch die wörtlich dem Gesellschaftsvertrag entnommene Klausel: "Soweit unzulässig, sollen die üblichen gesetzlichen sowie steuerlichen Kriterien zur Bewertung der Gesellschaftsanteile geltend, z.B. nach dem so genannten Stuttgarter Modell."

Zudem sind, wenn man § 32 des Gesellschaftsvertrages tatsächlich ernst nimmt, weder ein Geschäftswert noch die stillen Reserven anzusetzen. Das bedeutet, Vermögenswerte werden - günstigsten Falls - erworben und mehren sich im Wert. Wobei die Buchwerte gleichwohl kontinuierlich zurück gehen, jedenfalls bei der Abschreibung unterliegenden Wirtschaftsgütern. Das Auseinandersetzungsguthaben orientiert sich am Buchwert, d.h. dem Wert nach Abzug der Abschreibung. Etwaige Wertsteigerungen bleiben ebenso wie der Firmenwert außer Betracht.

Höchste Risiken für Vermittler und Treuhänder
Wie sich so etwas für einen Anleger rechnen soll, bleibt unerfindlich. Es rechnet sich in jedem Falle für die Initiatoren, konkret den Geschäftsführer Josef Marschall. Wir halten ein derartiges Geschäftsmodell schlicht für sittenwidrig. Dabei wurde durch das OLG Schleswig schon eine weitaus "fairere" Konzeption, die der Südwestrentaplus, mit diesem Verdikt belegt. Folge war die Nichtigkeit des Beteiligungsvertrages. Das liegt auch hier nahe, zumal die persönlichen Einflussmöglichkeiten der einzelnen Gesellschafter verschwindend gering sind. Sie dürfen ohnedies nur über einen Treuhandkommanditisten beitreten. Zu den Gesellschafterversammlungen sind sie noch nicht einmal zu laden. Zwar kann man sich gleichwohl unmittelbar als Kommanditist ins Handelsregister eintragen lassen, muss sich dann aber seiner Rechte durch eine unwiderrufliche Vollmacht an den Treuhandkommanditisten weitestgehend begeben.

Die Mitwirkung an einem solchen Konzept ist natürlich auch für den Treuhänder mit hohem Risiko verbunden. Entsprechend problematisch ist die Auswahl der Bewerber. Hier bediente man sich noch fast das ganze Jahr 2005 eines gewissen Gerhard Feuerlein, der in den Unterlagen als Rechtsanwalt geführt wurde, tatsächlich seine Zulassung aber schon Anfang Januar 2005 verloren hatte. Ende 2005 ging das dann nicht mehr, da Feuerlein verstarb. Nun habe sich wieder ein Münchener Rechtsanwalt gefunden, den wir aber auf diesem Wege nur warnen können. Auch er unterliegt erheblichen Haftungsrisiken.

Wer solchen Nonsens vermittelt, unterliegt schon vor diesem Hintergrund der erheblichen Gefahr, in Regress genommen zu werden. Der eingeschalteten Vertriebsorganisation ADFM muss dies nach unserer Überzeugung bewusst sein.

Sie agiert gleichwohl außerordentlich aggressiv. In einer ganzen Reihe von Fällen wurden Anleger dazu bewegt, bestehende Lebensversicherungsverträge zu kündigen. Die Rechte aus den Verträgen lässt man sich schon bei Vertragsabschluss abtreten und geht dann rücksichtslos aus den Abtretungen vor. Es dürfte nicht verwundern, wenn in die Verantwortlichen im Ernstfall nicht mehr greifbar sein sollten. Dass die hier eingeschaltete ADFM auf Dauer angelegt sein soll, erscheint vor diesem Hintergrund wenig wahrscheinlich.

Bitte prüfen Sie sorgfältig, ob ein solches "Angebot" wirklich Ihren Zielen und Wünschen entspricht. Wir halten es ob seiner äußerst beschränkten Aussichten und der bisherigen Performance für wenig sinnvoll.