Social Bookmarks

Share |

Mitgliedschaften u.a.

Mitglied im Anwaltsverein
Datev-Mitglied
In Focus 24/2000 wurde eine Liste von 26 empfohlenen Anlegeranwälten veröffentlicht, zu denen damals bereits Wilhelm Lachmair zählte.
Empfohlene Wirtschaftskanzlei für Kapitalanlagerecht

Geschädigt?

Kontaktieren Sie uns:
Per Telefon: 089/216 333-0
Per Fax: 089/21 63 33 - 31
Per eMail: info(at)ra-lachmair.de
Per Online-Formular

Erstberatung:
Erstberatung für Geschädigte

Suchen

Weitere Angebote

Bavaria Fonds - die Schlinge zieht sich zu

OLG München: Bilanz 2002 ist falsch - kein Gewinn seit 1993

München, 30.04.2008; Es wird immer enger für den aus unserer Sicht höchst dubiosen Blind-Pool-Fonds. Nachdem nun schon erste Urteile zugunsten geschädigter Anleger auf Rückabwicklung existieren (vgl.: Bavaria unterliegt erstmals vor Gericht ), bricht das Lügengebäude nun wohl bald endgültig zusammen. Wir hatten schon länger darauf hingewiesen, dass die Bilanz 2002, mit der wegen einer verbotswidrigen Aktivierung von vermeintlichen stillen Reserven bei Immobilienwerten ein Gewinn in Höhe von etwa 1,66 Millionen € ausgewiesen wurde, falsch ist und insoweit der Vorwurf der Bilanzmanipulation bestehe.

Bei zutreffender Erstellung des Jahresabschlusses hätte aus unserer Sicht bereits zu diesem Zeitpunkt eine bilanzielle Überschuldung geprüft werden müssen, weil dann der vorgetragene Verlust deutlich höher als das tatsächlich feststellbare Vermögen ist. Insoweit hegten wir den Verdacht, dass man auf diese Weise durch die wenn auch unzulässige Ausweisung von Scheingewinnen die Fortsetzung der Gesellschaft ermöglichen wollte. Dies mit der Folge, das allem nach 2002 beigetretenen Gesellschaftern vorsätzlich verschwiegen wurde, dass sie einer möglicherweise insolventen Gesellschaft beiträten.

Eine weitere Folge ist natürlich auch, dass die im aktuellen Prospekt abgedruckte Bilanz 2004 falsch ist, das sie ein um über 2 Millionen zu hohes Aktivvermögen und einen über 2 Millionen zu geringen vorgetragenen Verlust aufweist. Auch bei dieser Bilanz sind die Verluste bei korrekter Bewertung höher als das Aktivvermögen. Unwidersprochen ist in den Rechtsstreiten ferner, dass sich die Anlage bis heute nicht selbst trägt, die Kosten deutlich höher sind als die erzielten Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Dass weitere Einnahmen oder Gewinne erzielt werden, ist derzeit nicht erkennbar.

So will man jetzt zwar 1 Million € in Wertpapieren diverser Art angelegt haben. Dies passender Weise bei Banken, deren einschlägige Fachkompetenz nicht unbedingt im Vordergrund ihrer Geschäftsmodelle steht, darunter eine kleinere Raiffeisenbank aus dem Donauraum. Ob dort überhaupt Aktiengeschäfte getätigt wurden und welche dies ggf. sind, wird weiterhin - da angeblich Geschäftsgeheimnis - verschwiegen. Woher das Geld stammt, ist insbesondere auch vor dem Hintergrund der dauerhaften Unterdeckung der Gesellschaft nach wie vor nicht nachvollziehbar - zum jetzigen Zeitpunkt deutet alles auf ein Schneeballsystem hin. Den die einzige Quelle, von der die Gelder stammen können, ist aus unserer Sicht derzeit frisches Anlegergeld.

Wir werden selbstverständlich an dieser Stelle weiter über aktuelle Entwicklungen berichten.