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Bavaria Fonds - gezielte Vermögensvernichtung

Aggressive Vertriebspraktiken und undurchsichtiges Anlagekonzept - willkürliche Zahlungsverrechnung - fehlerhafte Widerrufsbelehrungen - möglicher Verstoß gegen KWG

München, 13.01.2006; Es kommt schon was zusammen bei der Bavaria, wenn wir einen aktuellen Fall Revue passieren lassen. Der Vorwurf einer massiven Fehlberatung ist dabei noch der geringste. Nach Lage der Dinge sieht es so aus, dass wieder einmal Kunden mit gloriosen Versprechungen in ein absolut undurchsichtiges Blind-Pool-Konstrukt gelotst werden sollen. Das Geld wird aus Lebensversicherungen abgezogen, die man sich mit Vertragsschluss abtreten lässt. Investiert werden soll in die "Bavaria Immobilien-Welt", die "Bavaria Wertpapierwelt" und - als "Zusatznutzen" die "Bavaria Beteiligungs-Welt". Viel Rauch für ein schütteres Portfolio, bestehend aus einem zu 72% fremdfinanzierten Oldenburger Wohn- und Geschäftshaus und div. offenen Fondsanteilen.

Dazu kommen natürlich noch (später) die heutzutage wohl unumgänglichen "Private Equity Beteiligungen", die Otto Normalverbraucher bislang wegen "Mindestanlagesummen von 2 Millionen Euro und mehr" leider versperrt seien. Wohl auch der Fondsgesellschaft, die ausweislich der letzten Handelsregisteraktualisierung per Ende August 2004 lediglich knapp 5 Mio. Euro eingesammelt hat. Wie viel noch dazu gekommen ist, ist zwar fraglich. man hielt aber einen neuen Eintrag bis dato für entbehrlich.

Umso emsiger hält man an einmal geworbenen Einlagen fest, egal, was passiert. In einem uns vorliegenden Fall wurde von der Mandantin insgesamt drei Beteiligungsverträge widerrufen, bevor die Gelder bei den von Bavaria gekündigten Lebensversicherungen bei Bavaria eingegangen waren. Diese sollten auf einen der drei Verträge fließen. Die Bavaria betrieb die Auszahlungen der LV-Leistungen weiter, verrechnete den Geldeingang aber jetzt nicht mehr, wie vereinbart, auf einen der drei Verträge, sondern anteilig auf alle drei. Sodann teilte man der Mandantin für alle drei Verträge mit, dass die Einlage leider für eine Kündigungsentschädigung aufgezehrt sei.

Dieses Vorgehen ist umso unseriöser, als die Widerrufsbelehrungen der Bavaria fehlerhaft sind und ein Widerruf deshalb trotz verstrichener Zweiwochenfrist immer noch möglich war. Es fehlt nämlich in der Belehrung, dass der Widerruf "in Textform" erfolgen könne, was die Belehrung unvollständig und damit nichtig macht. Ob man sich mit solchen Methoden lange am Markt halten kann, dürfte höchst zweifelhaft sein. Es kommt hinzu, dass die "Wertpapierkomponente" wohl gegen das Kreditwesengesetz verstößt, da hier in unerlaubter Weise das Finanzkommissionsgeschäft ausgeübt wird. Was mindestens dazu führen kann, dass dieser Teil der Geschäfte mittelfristig untersagt wird.

Äußerste Zurückhaltung ist angebracht, zumal es nach unserer Einschätzung keinerlei objektive Gründe gibt, sein Geld ausgerechnet diesem unternehmen anzuvertrauen. Dies, zumal man sein Geld an ein Firmengeflecht ohne ersichtliche Eigenkapitalbasis gibt, dessen Qualifikation alles andere als nachvollziehbar ist.

Wir bleiben für Sie am Ball.