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Privatbank Reithinger jetzt von Bafin geschlossen!

Finanzaufsicht sieht die Anlagen der rund 65.000 Bankkunden extrem gefährdet - auch DBVI-Fonds wegen ungeschützter Anleihen von der Schließung schwer betroffen.

München, den 03.08.2006: Die Ereignisse um Klaus Thannhuber überschlagen sich: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen hat am gestrigen Mittwoch, den 02.08.2006, die Schließung der Privatbank Reithinger verfügt, nachdem sie bereits seit einigen Monaten insbesondere die Machenschaften des Klaus Thannhuber und seinen Einfluss auf das Bankhaus unter die Lupe genommen hatte (siehe auch Privatbank Reithinger & DBVI AG - Thannhubers Scherben).

Für Verbraucherschützer kam die Entscheidung der Bafin keineswegs unerwartet, gibt es doch an allen Ecken und Enden der Privatbank Reithinger und der anderen Thannhuber-Firmen erhebliche Unstimmigkeiten und undurchsichtige Geschäfte. Überraschend ist allenfalls. dass die Finanzaufsicht hier äußerst vehement und zügig eingeschritten ist. Dies lässt vermuten, dass sich die Verdachtsmomente schneller erhärten ließen als erwartet und dass es sich nicht nur um Kavaliersdelikte handelte. Betrug und Untreue zu Lasten der Kapitalanleger dürften da eher einschlägig sein.

Problematisch dürfte es für die Anleger vor allem deshalb werden, weil die Privatbank Reithinger schon 2002 aus dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken ausgeschlossen worden war. Die Thannhuber-Bank war bereits damals wegen ihrer unseriösen Anlagen und der Figur Thannhubers ins Fadenkreuz der Prüfungsorganisation geraten. Folge ist nun, dass die Bankkunden im von der Bafin noch festzustellenden Entschädigungsfall nur 90 % ihrer Guthaben erhalten, allerdings bezogen auf den maximalen Betrag von 20.000 Euro. Darüber hinausgehende Guthaben sind nicht gesichert, hier kommt es auf eine etwaige Insolvenzquote an.

Aber nicht nur die Bankkunden, sondern auch die Anleger bei den von der DBVI AG initiierten Immobilienfonds sind schwer getroffen. Bei der DBVI AG handelt es sich um einen Fondsinitiator, der ebenfalls zum Einflussbereich des Klaus Thannhuber gehört und mit der Privatbank Reithinger eng verbunden ist (siehe unsere Berichte Privatbank Reithinger & DBVI AG - Thannhubers Scherben und Alte Bekannte). Die DBVI-Fonds haben laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom heutigen Tage über 28 Millionen Euro in Inhaberschuldverschreibungen bei der Privatbank Reithinger investiert. Diese Gelder sind ungesichert und somit wohl auch unwiederbringlich verloren. Die ohnehin arg gebeutelten Gesellschafter der DBVI-Fonds werden auch diesen Schlag verkraften müssen.

Geprüft werden muss nun, inwieweit Thannhuber persönlich für den Schaden der Bankkunden aufzukommen hat. Auch die Staatsanwaltschaft dürfte sich für die Vorgänge um die Privatbank Reithinger und die DBVI AG interessieren. Angesichts der Entwicklungen wird es nun auch für Anleger der DBVI-Fonds, die ihre Einlagen über die Privatbank Reithinger finanzierten, leichter werden, ihre Schadensersatzansprüche mit Hilfe eines spezialisierten Rechtsanwaltes durchzusetzen.