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Alternative Capital Invest – Besser kein Ausstieg um jeden Preis
München, 03.12.2009 – Auch wenn es ärgerlich ist, auf ein schlechtes Investment hereingefallen zu sein, so sollten Anleger nun umso besonnener vorgehen, um nicht auch noch ihre Ansprüche auf Schadensersatz gegen die Verantwortlichen zu gefährden. Umso wichtiger ist es, zwischen den ganz unterschiedlichen Empfehlungen den Durchblick zu behalten.
Wie sich Anleger in der momentanen Situation verhalten sollten, stellen sich naturgemäß die einzelnen Akteure vollkommen unterschiedlich vor. Während die ACI versucht, sich den Anlegern anzunähern, und sich Frau Nadine Lohmann als „Ihre Anleger-Kollegin“ schriftlich an die Anleger wendet und Empfehlungen zur Wahl des Anlegerbeirats abgibt, raten einige Anwälte öffentlich zum möglichst schnellen Ausstieg über die Ausübung des Widerrufsrechts.
Allerdings stellt sich hier die Frage, welche Vorteile Anleger aus der Ausübung des Widerrufsrechts haben sollten. Diese ist zwar auch nach unserer Ansicht ohne weiteres möglich, da die Widerrufsbelehrungen – wenn überhaupt erteilt – in der Regel nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprachen, trotzdem würde der Widerruf bedeuten, dass die Anleger nunmehr „Steine statt Brot“ erhielten. Bei der Ausübung des Widerrufsrechts müssten die Anleger der ACI deren Gesellschaftsanteil übertragen und bekommen im Gegenzug den momentanen Wert dieses Gesellschaftsanteils ausbezahlt. Dieser dürfte, eingedenk der momentanen Situation der ACI nahe Null liegen.
Anleger sollten sich, anstatt sich auf derartige Schnellschüsse einzulassen, lieber dahingehend informieren, welche Schadensersatzansprüche ihnen zustehen. Hier kommen Ansprüche sowohl gegen die Gesellschaft bzw. die Initiatoren, wie auch möglicherweise gegen den jeweiligen Vermittler in Betracht. Auch Schadensersatzansprüche gegen die Prominenten, die mit ihren guten Namen Werbung für das Projekt machten, sind nicht ausgeschlossen. Entsprechende Präzedenzfälle existieren zumindest.
Ansprechpartner sind Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair und Thorsten Krause.
