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Dubai-Fonds Alternative Capital Invest – In eine Fata-Morgana investiert?

Verflechtungen zwischen Fondsmanagement und Käufern – Gerüchte über Ermittlungen der Dubaier Staatsanwaltschaft – mysteriöse „Präsenzveranstaltung“ – was ist mit den Anlegergeldern?

 

München, den 09.09.2009 – Es wird nicht ruhiger um das Gütersloher Unternehmen Alternative Capital Invest (ACI), das mit seinen Dubai Tower I bis V sowie den VI. und VII. Dubai Fonds KG Geld im Land der Superlativen machen wollte. Nun sieht sich die ACI immer mehr Vorwürfen ausgesetzt, die das Unternehmen nicht widerlegen kann oder will: Weshalb wurden die Kaufverträge mit der YAMA LLC ohne weiteres rückabgewickelt? Wer steckt hinter der YAMA LLC? Wurde das Geld, das Anlegern der Dubai Tower II KG ohne deren Zustimmung in die Folgeprojekte gesteckt? Ermittelt die Staatsanwaltschaft Dubai gegen den Junior-Chef der ACI? Und was ist mit den Anlegergeldern?

 

Rückabwicklung der Kaufverträge

Ende 2008 war die Welt für die Anleger der Dubai Tower II bis V. KG noch in Ordnung. Die ACI teilte mit, dass ein Käufer für die Fondsobjekte gefunden worden sei, die YAMA LLC, und die Anleger beschlossen den Verkauf der Fondsobjekte und die Liquidierung der Gesellschaften zum Jahresende. Die Auszahlung von Gewinnen zeichnete sich ab.

Anfang 2009 trübte sich der Himmel über Dubai allerdings. Die YAMA LLC erhielt nach Angaben der ACI keinen Kredit und konnte so den zugesagten Kaufpreis nicht bezahlen. Die normale Vorgehensweise in einem solchen Fall wäre es, die Kaufpreisforderung trotzdem durchzusetzen, die Personen hinter dem Käufer persönlich haftbar zu machen und bei einer Rückabwicklung zumindest zu versuchen, den entstandenen Schaden ersetzt zu bekommen. Nicht so bei der ACI. Hier wurde von der Geschäftsführung beschlossen, dass man den Kaufvertrag ohne Nachteile für die potentielle Käuferin rückabwickelt.

Dass hier kein Gesellschafterbeschluss eingeholt wurde, obwohl es sich doch um eine nicht unwesentliche Abweichung vom ursprünglich geplanten Kauf handelt und die Anleger möglicherweise anders entschieden hätten, da nunmehr Steuervorteile weggefallen sind, scheint die Beteiligten bei der Rückabwicklung nicht gestört zu haben.


YAMA LLC

Noch interessanter wird die Frage, weshalb die Kaufverträge ohne weiteres rückabgewickelt wurden, ohne die Forderungen gegen den Käufer auch nur ansatzweise durchzusetzen, wenn man einen Blick auf die hinter den beteiligten Firmen stehenden Personen wirft: Nach vertrauenswürdigen Angaben der Kanzlei Göddeke gehört keine der vier ACI-Gesellschaften in Dubai der Gütersloher ACI, die Anleger sind an den Dubaier Gesellschaften noch nicht einmal als Minderheitsgesellschafter beteiligt.

Im Gegenteil: Die ACI Real Estate LLC und die ACI Investment in Projects LLC gehören faktisch dem gleichen Emirati, einem Ahmas Thani Al-Muhari. Ein anderer Emirati, Ahmad Nasr (Nasrulla) Ismail Al-Ahmadi ist nach Angaben der Kanzlei Göddeke Mehrheitsgesellschafter der ACI General Trading LLC und „National Service Agent“ der ACI Consultancy Personengesellschaft. Eben dieser Ahmad Al-Ahmadi ist auch Mehrheitsgesellschafter der YAMA LLC, deren Kaufvertrag so unbürokratisch rückabgewickelt wurde.

Auch die neu aufgesetzten VI. und VII. Dubai Fonds KG werben auf der Homepage der ACI damit, sich in Dubai mit Genussrechten an der ACI Investment in Projects LLC zu beteiligen und die ACI Real Estate LLC mit der Abwicklung der Immobiliengeschäfte zu beauftragen. Weshalb auch hier keine direkte Beteiligung an der ACI Investment in Projects LLC erfolgt, wird nicht dargelegt.

 

Präsenzveranstaltung, Ermittlungen und Anlegergelder

Um die vielen offenen Fragen der Anleger zu klären veranstaltete das Unternehmen, das auf seiner Homepage mit schnellen Booten, atemberaubenden architektonischen Konzepten und Männern in arabischer Kleidung Lust auf ein Investment in den Vereinigten Arabischen Emiraten macht, am 02.09.2009 eine „Präsenzveranstaltung“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Gütersloh. Die Berichte über diese Veranstaltung, zu der nur Anleger und Vermittler zugelassen waren, Rechtsanwälte und Medienvertreter jedoch von Sicherheitskräften fern gehalten wurden, lesen sich vollkommen unterschiedlich.

Während die ACI davon schwärmt, dass die in dem von einem Anleger vorbereiteten Fragenkatalog beinhalteten Fragen in den Tagesordnungspunkten „im Wesentlichen beantwortet“ werden konnten, wird an anderen Stellen berichtet, dass auf die Fragen dieses Kataloges mit keinem Wort eingegangen worden sei. Die Beantwortung „im Wesentlichen“ scheint ein dehnbarer Begriff zu sein.

Auch die Live-Zuschaltung des Juniorchefs Robin Lohmann aus Dubai warf mehr Fragen auf, als sie beantwortete. Nach Medienberichten darf dieser wegen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dubai nicht mehr verlassen. Diese Gerüchte hätte wohl nur das persönliche Erscheinen von Robin Lohmann entkräften können.

Auch wenn die ACI ständig beteuert, dass die Anlegergelder sicher seien und sich die Ausschüttung nur aufgrund der schwierigen Weltwirtschaftslage verzögere und die ACI bereits ein „Sicherheitspaktet“ geschnürt habe, so richtig glauben möchte das keiner der Anleger mehr. Auch auf die Frage, ob die Gelder aus dem II. Dubai Tower Fonds, die im Dezember 2008 hätten ausgeschüttet werden sollen, planwidrig in Folgeprojekte investiert wurden, sucht man eine zufriedenstellende Antwort bislang vergebens.

 

 

 

Was nun?

„Die Weiterinvestition der eigentlich zur Ausschüttung geplanten Gelder der II Dubai Tower KG in Folgeprojekte, der nicht erfolgte Hinweis auf die Verquickungen der beteiligten Firmen in Dubai und dem damit einhergehenden Interessenkonflikt und die Rückabwicklung des bereits von den Anlegern beschlossenen Kaufvertrages ohne deren Zustimmung bieten gute Ansatzpunkte für Schadensersatzansprüche gegen die ACI“, so Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair. Anleger sollten sich an einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt wenden und ihre Ansprüche gegen die ACI prüfen lassen, so Lachmair.

 Ansprechpartner ist Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair.