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Besondere Chancen für Falk-Geschädigte

Anleger, die ihre Beteiligung über einen Kredit finanziert haben, sollten sich der daraus resultierenden Möglichkeiten bewußt sein. Eine frühzeitige Resignation ist nicht angebracht.

München, den 11.10.2005. Auch wenn die vollständige Aufarbeitung der Falk-Pleite sicherlich noch Jahre in Anspruch nehmen wird, werden aus unserer Sicht schon heute einige Punkte sehr deutlich. Wir haben keine Zweifel daran, daß die Verantwortlichen bei Falk die Anleger über einige Jahre hinters Licht geführt haben. Vor allem die schwierige wirtschaftliche Situation der Falk-Gruppe ist wohl gezielt verheimlicht worden. Dabei mußte offensichtlich sein, daß dieser Umstand nicht nur für die Anleger des Falk-Zinsfonds von größter Bedeutung gewesen wäre, sondern auch für die der Immobilienfonds. Denn dort war ja regelmäßig mit einer Reihe von Garantien geworben worden, die sich zwischenzeitlich als wertlos herausstellen.

Wir sind daher relativ zuversichtlich, daß die Herren Falk & Co. früher oder später strafrechtlich belangt werden. Allein, den Anlegern bringt das ihr Geld nicht zurück.

Selbstverständlich bestünden auf der Grundlage unserer Überzeugung auch zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gegen Falk, Engels, Suk u.a.. Diese wurden für einige unserer Mandanten auch bereits gerichtlich geltend gemacht - jedoch nicht ohne vorher auf die fragwürdige Durchsetzbarkeit etwaiger Titel hingewiesen zu haben.

Wir sehen zwar durchaus eine Chance, daß Geschädigte, die ein Urteil zu ihren Gunsten erstreiten, auch noch etwas vollstrecken können. Aber eben nur eine Chance. Hier wurde zum Schluß mit erheblicher krimineller Energie gearbeitet. Auch den Verantwortlichen dürfte dabei bewußt gewesen sein, welche Schadensersatzansprüche daraus erwachsen können. Angesichts dessen sollte es einen nicht überraschen, wenn gewisse Vorsorgemaßnahmen getroffen wurden. So halten wir es durchaus für möglich, daß weite Teile der privaten Vermögen bereits "in Sicherheit gebracht" wurden. Aber auch wenn das nicht der Fall sein sollte, dürften die Schadensersatzansprüche in ihrer Summe die wirtschaftlichen Möglichkeiten der verantwortlichen Herren deutlich übersteigen. Die entsprechenden Risiken sollten jedem Geschädigten bewußt sein, bevor er den Aufwand eines Gerichtsverfahrens auf sich nimmt.

Gleichzeitig legt es diese Situation natürlich nahe, nach anderen Auswegen aus der Misere zu suchen. Wir konnten unseren Mandanten bereits mehrere alternative Lösungswege empfehlen. Einer davon kann dort eröffnet sein, wo die Beteiligung durch einen Kredit finanziert wurde. Nach unserer Erfahrung war diese häufig der Fall. Hervorgetan hat sich hier vor allem die BHW-Bank AG. Hier gehen wir schon aufgrund der uns bisher bekannt gewordenen Fälle von einer systematischen Zusammenarbeit aus. Im übrigen hat sich die BHW-Gruppe, auch schon in der Vergangenheit bei der Finanzierung fragwürdiger Gesellschaftsbeteiligungen hervorgetan. Genannt seien hier beispielsweise Drei-Länder-Fonds und Thomae & Partner-Fonds.

Sollte auch bei der Finanzierung von Falk-Beteiligungen eine systematische Einbindung der BHW stattgefunden haben, könnte es für die geschädigten Anleger zwei Wege geben, ihre Situation erheblich zu verbessern. Erstens über einen Widerruf nach dem Haustürwiderrufsgesetz, sofern die Anbahnung des Geschäftes in einer Privatwohnung oder am Arbeitsplatz stattgefunden hat. Nach unserer Kenntnis waren besonders die Mitarbeiter des AWD besonders eifrig dabei, Falk-Beteiligungen mit Finanzierungen der BHW unters Volk zu bringen. Dabei dürften die Gespräche regelmäßig in der Privatwohnung der Kunden stattgefunden haben. Ein wirksamer Widerruf führt in diesem Fall dazu, daß der finanzierenden Bank keine Ansprüche mehr aus dem Kreditvertrag zustehen, sie alle durch den Anleger selbst geleistete Zahlungen erstatten und weitere Sicherheiten (gerne Lebensversicherungen) freigeben muß. Im Gegenzug darf sie sich über die Fondsbeteiligung freuen. Zu näheren Hintergründen können wir auf frühere Berichte, vor allem Paukenschlag aus Karlsruhe, verweisen.

Die zweite Möglichkeit, die von dem Ort der Vertragsanbahnung völlig unabhängig ist, ergibt sich aus dem sogenannten Einwendungs- und Rückforderungsdurchgriff. Nach diesem Rechtsinstitut können der finanzierenden Bank im Rahmen eines sogenannten verbundenen Geschäftes auch Schadensersatzansprüche gegen die Gründungsgesellschaftern eines Immobilienfonds entgegengehalten werden. Der Anleger könnte sich daher darauf berufen, vor seiner Beteiligung durch die Prospektunterlagen nicht ordnungsgemäß über die Risiken aufgeklärt worden zu sein. Beispielsweise zur wirtschaftlichen Schieflage der Falk-Gruppe fand sich dort naturgemäß kein Wort, obwohl diese für potentielle Anleger von größtem Interesse gewesen wäre. Die Rechtsfolgen gegenüber der Bank sind denen eines Widerrufes nach dem Haustürwiderrufsgesetz sehr ähnlich, wenn auch nicht identisch. Interessant ist hier beispielsweise, daß auf diesem Weg eine Rückforderung selbst dann möglich sein kann, wenn das Darlehen bereits abgelöst worden ist. Demgegenüber erlischt das Widerrufsrecht nach dem Haustürwiderrufsgesetz regelmäßig einen Monat nach einer solchen Ablösung.

Im Ergebnis können wir Falk-Geschädigten nur dringend empfehlen, sich vor einer Entscheidung über ihr Vorgehen über alle Möglichkeiten umfassend anwaltlich beraten zu lassen. Dies gilt vor allem dort, wo ein Kredit zur Finanzierung der Beteiligung aufgenommen worden ist. Selbstverständlich werden wir auch an dieser Stelle über die weitere Entwicklung berichten.