Social Bookmarks

Share |

Mitgliedschaften u.a.

Mitglied im Anwaltsverein
Datev-Mitglied
In Focus 24/2000 wurde eine Liste von 26 empfohlenen Anlegeranwälten veröffentlicht, zu denen damals bereits Wilhelm Lachmair zählte.
Empfohlene Wirtschaftskanzlei für Kapitalanlagerecht

Geschädigt?

Kontaktieren Sie uns:
Per Telefon: 089/216 333-0
Per Fax: 089/21 63 33 - 31
Per eMail: info(at)ra-lachmair.de
Per Online-Formular

Erstberatung:
Erstberatung für Geschädigte

Suchen

Weitere Angebote

Multi Advisor Funds

 

weitere aktuelle Artikeln finden Sie hier

Alte Bekannte

Privatbank Reithinger wittert mit Multi Advisor Fund I das ganz große Geschäft - alte Bekannte aus dem Vertrieb eingebunden - Vorsicht ist angebracht!

München, 16.08.2005; So schließen sich die Kreise. Die Privatbank Reithinger will mit dem Verkauf von Fondsanteilen des Multi Advisor Fund I, an dem sie als Gründungsgesellschafterin beteiligt ist, das ganz große Geschäft machen. Zielgruppe sind wieder einmal Privatanleger. Dabei greift man auf "Könner" der Branche zurück.

Die Bank startet die Plazierung des geschlossenen Immobilienfonds, für den sie bis Ende des Jahres € 120 Mio. von Privatanlegern einsammeln will. Den Vertrieb übernimmt Michael Turguts IFF AG. Wem der Name der Gesellschaft nichts sagt: hierbei handelt es sich um die Futura Finanz KG. Turgut hatte sich mit dieser Firma bereits beim Vertrieb der Göttinger Gruppe und der Frankonia einen Namen in der Vermittlerszene gemacht und viele Kleinanleger mit zum Teil problematischen Vertriebsmethoden zum Abschluss einer atypisch stillen Beteiligung zur Altersvorsorge gebracht. Viele der Betroffenen stehen nun wohl vor einem finanziellen Desaster. Grund genug, den Namen zu wechseln.

Im Frühjahr 2004 sollte die steile Karriere durch Vertrieb des ersten Fonds der Deutschen Anlage AG fortgesetzt werden. Dies misslang, da das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht - BAFin - die Abwicklung des Fonds wegen unerlaubter Finanzgeschäfte anordnete. Und dabei übrigens erst dieser Tage durch das Verwaltungsgericht Frankfurt/Main bestätigt wurde (Beschluss vom 25.07.2005, Az. 1 G 1938/05). Folglich Turguts Mannen erst einmal ein vermarktungsfähiges Produkt fehlte.

Auf der Suche nach einem neuen Partner, welche sich wegen der dargestellten Vergangenheit möglicherweise eher schwierig gestaltete, kam er mit Klaus Thannhuber bzw. der Privatbank Reithinger zusammen. Man kannte sich schon anderweitig. Ziel diesmal: den Multi Advisor Fund I unter die Kleinanleger zu bringen.

Wir kennen Thannhuber bereits aus den DBVI-Fonds. In diesem Zusammenhang gibt es eine Reihe von Rückzahlungsurteilen zugunsten der Anleger. Aber der Reihe nach:

DBVI- Fondsfinanzierung in großem Stil

Die damalige C+H Bank, welche zwischenzeitlich mit der Privatbank Reithinger verschmolzen ist, hat in großem Umfang Anteile an den beiden Fondsgesellschaften Deutsche Beamten Vorsorge Fonds - kurz DBVI - erste und zweite KG finanziert. Eine Gesellschaft, welche schon durch ihren Namen besticht. Wir erklären uns dies so, dass man hier eine - allerdings trügerische - Aura der Sicherheit und Bodenständigkeit suggerieren wollte.

Dabei kamen gute Kontakte zupass: die C+H Bank und die Fondsgesellschaft wurden von der gleichen Person - Klaus Thannhuber - beherrscht. Mietgarantin der DBVI Fonds war eine Bayerland Wohn- und Gewerbebau Gesellschaft. Nach Ausfall dieser hat nach Angaben in der Hauptversammlung 2004 Klaus Thannhuber eine persönlich Garantie für die Übernahme der Kosten übernommen, die auch schriftlich fixiert sein soll. Diese Sicherheit über angebliche 2 Mio. €, wurde allerdings nach unseren Erkenntnissen bislang nicht gezahlt. Das dürfte wohl die Folge eines massiven Interessenkonflikts sein.

Ungereimtheiten in der Geschäftsführung

Nicht von schlechten Eltern sind auch die finanziellen "Vergütungen" Thannhubers in diesem Zusammenhang. Im Jahr 1999 erhielt er, ebenfalls nach Angaben in der Hauptversammlung 2004, obwohl nicht mehr Komplementär der Gesellschaft, 500.000 DM. Dabei soll es sich angeblich um eine persönliche Zahlung des ehemaligen Geschäftsführers Götz Eichler an Thannhuber handeln. Das wirft weitere Fragen auf, schließlich wurde das Geld dem Gesellschaftsvermögen entnommen.

Auch das OLG Frankfurt hat in einer Entscheidung vom 22.12.2004 (AZ 9 U 94/03) die Privatbank zur Rückerstattung der Zahlungen Zug um Zug gegen Übertragung des Fondsanteils verurteilt. In diesem Fall wurde der Darlehensvertrag nicht durch den Anleger, sondern durch die beauftragte Treuhänderin abgeschlossen, welche die hierfür erforderliche Erlaubnis zur Rechtsberatung nicht aufweist.

So wird es eng für die Privatbank Reithinger. Und es kommt vielleicht noch schlimmer. Ein weiterer alter Bekannter wird in diesem Zusammenhang genannt. In der Branche wird gerätselt, ob Jürgen Rinnewitz, "Vater" der Göttinger Gruppe, den Fonds konzipiert hat. Was Ungutes ahnen ließe, und auch gewisse Probleme mit den Aufsichtsbehörden zur Folge haben dürfte. Der jetzt abgewickelte Master Star Fund stammt ja auch aus dieser Feder.

Grund genug, die Sache weiter skeptisch zu verfolgen. Wir bleiben für Sie am Ball.