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Capital Advisor Fund II GbR – Gesellschafterversammlung 2009

 

München, 18.02.2009; Erwartungsgemäß wurden die zahlreichen Beschlüsse auf der am 16.02.2009 stattgefundenen „zweiten“ Gesellschafterversammlung der Capital Advisor Fund II GbR mit der erforderlichen Mehrheit der anwesenden Stimmen gefasst. Wie wir bereits berichtet hatten, war die auf Ende Januar anberaumte Gesellschafterversammlung nicht beschlussfähig. Diesmal war eine Anwesenheitsquote nach den Besonderheiten des Gesellschaftsvertrages nicht erforderlich. Und wieder waren nur eine Hand voll Gesellschafter selbst anwesend oder durch ihre Anwälte vertreten. Die Mehrheit der anwesenden Stimmen vereinigte Rechtsanwalt Florian Hornik auf sich, den die Gesellschafter nach der vorgedruckten Stimmrechtsvollmacht bevollmächtigen konnten und der den insgesamt 15 Beschlussvorlagen zugestimmt hat.

 

Diese sehen vor allem für die einzelnen Anleger kaum zu überschauende Änderungen des Gesellschaftsvertrages vor. Neben der Änderung der Anlagestrategie, einem Verzicht auf einen Finanzportfolioverwalter, hat sich die Geschäftsführung, die European Securities Invest SECI GmbH Wertpapierhandelsbank, den Weg für neue Finanzmittel erschlossen. Man darf sich nun auch einen angeblichen Mehraufwand vergüten lassen, der aufgrund der Zahlungseinstellung und Verfolgung von säumigen und kündigenden Anlegern angeblich entsteht und den die Verwaltungsvergütung nicht abdecken würde. Da nach den Erfahrungen einiger Gerichtsverfahren die Regelungen zur Berechnung des Auseindersetzungswertes nach berechtigter Kündigung wohl nicht eindeutig im Gesellschaftsvertrag formuliert waren, soll nun klargestellt werden, dass auch ein negativer Wert auszugleichen ist.

Begründet werden sämtliche Beschlussfassungen von der Geschäftsführung regelmäßig mit dem Wohl aller Gesellschafter und der Gesellschaft. Wir bezweifeln, dass es darum noch gehen kann.

Nach Mitteilung der Fondsgeschäftsführung wurde die Platzierungstätigkeit zum 31.12.2008 beendet, wobei das geplante Fondsvolumen bei Weitem nicht erreicht werden konnte. Die Geschäftsgrundlage für die eigentlich vorgesehene Schließungsgarantie sei entfallen, aus welchem Grund auch immer. Geld ist nicht mehr da, nachdem alles bisher Eingezahlte weitgehend für die weichen Kosten verbraucht wurde, die, so konnte man den in weiten Teilen widersprüchlichen Ausführungen der Geschäftsführung entnehmen, noch nicht einmal vollständig erbracht seien. Gleichwohl will man nun Investitionen tätigen. Angaben dazu, welche konkreten Investitionen man nun plane, könne man aber nicht machen, weil man ja nicht weiß, in welcher Höhe nun Kapital zur Verfügung stünde.

Anstatt einzuräumen, dass das gesamte Modell gescheitert ist und eine Auflösung der Gesellschaft anzustreben, will man die Anleger, die bereits erkannt haben, dass sie mit dem Modell keine Chance haben, mit gerichtlichen Mitteln zu weiteren Einzahlungen zwingen.

Die Farce derartiger Veranstaltungen wird sich am 19.02.2009, dem Termin der „ersten“ Gesellschafterversammlung des Vorgängerfonds Multi Advisor Fund I GbR, wiederholen. Auch diese Gesellschafterversammlung wird sehr wahrscheinlich wegen nicht ausreichender Stimmenpräsens neu anberaumt werden müssen. Beim „zweiten“ Termin werden dann dort ebenfalls zahlreiche Beschlüsse gefasst werden, deren Bedeutung die Anleger regelmäßig nicht erkennen können.

Anlegern sei daher dringend geraten, ihre Stimmrechte aktiv wahrzunehmen. Wir werden weiter berichten.

Ansprechpartner: Rechtsanwältin Jana Narloch