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Gesellschafterversammlung 2009 Multi Advisor Funds GbR

Multi Advisor Funds I GbR - Gesellschafterversammlung 2009

München 27.01.2009; Dieser Tage erreicht die Anleger der Multi Advisor Funds I GbR eine Einladung zur Gesellschafterversammlung am 19.02. 2009 im Bierkeller des "Pschorr" in München. Es stehen eine Reihe von Gesellschafterbeschlüssen an, welche die Anleger vorab zur Kenntnis erhalten.

Dabei soll u.a. über die Vermögensaufstellung des Jahres 2007 entschieden werden. Die Gesellschaft hat demnach einen Verlust von ca. € 280.00,- erwirtschaftet. Als Grund hierfür sollen die gerichtlichen Verfahren gegen Anleger des Fonds herhalten (vgl. Multi Advisor Funds reicht Klagen ein). "Vergessen bzw. unerwähnt bleibt, dass die Klagen aktiv vom Funds betrieben werden und eine außergerichtliche kostengünstige gütliche Einigung nicht gesucht wird" so die zuständige Rechtsanwältin. Scheinbar verliert der Funds auch Klagen, denn anderenfalls könnten die Kosten solcher Klageverfahren nicht angeführt werden, da die unterliegende Partei diese übernehmen muss.

Auch das deshalb das erreichen der Gewinnzone scheitere, ist wohl fraglich. Bereits auf der Gesellschafterversammlung im Jahr 2007 stellte sich heraus, dass, wie wir bereits vermutet hatten, die Gesellschaft von dem damals bereits vereinnahmten Kapital von über Euro 7 Mio. nur geringfügige Investitionen von € 800.000,- vornehmen konnte, weil das restliche Geld für Kosten der Platzierung drauf gegangen war. Eine weitere Investitionen in eine Immobilie in Leipzig sollte sogar teilweise, entgegen den Angaben im Prospekt, unter Aufnahme von Fremdkapital stattfinden.

Selbstverständlich wird auch hierfür die weltweite Finanzkrise als Erläuterung hinhalten müssen, was schon Beschluss 3 der Einladung andeutet.

Spannung ist auch mit der Erläuterung durch die Geschäftsführung hinsichtlich der Beschlüsse 4 und 5 garantiert. Hier will die Gesellschaft wohl mitteilen, dass sie ihre Beteiligung in Genussrechte an der Invois AG über € 400.000,- nicht vorher genau geprüft hat. "Hier ist wohl ein Totalverlust vorauszusehen, auf  den der Kleinanleger nun vorbereitet werden soll." sagt Rechtsanwältin Appelt. Hier hatte die Gesellschaft schon mit der genauen Erläuterung der Investition bereits im Jahr 2007 gegeizt ( vgl. Gesellschafterversammlung 2007). Ein Schelm der Böses dabei vermutet, wenn die Hälfte des einzig aus Eigenkapital finanzierten Geschäfts, von eingenommenen € 7 Mio.!, nun massiv gefährdet ist.

Mit Beschluss 6 will wohl die Geschäftsführung des Funds nach ihrer Vorstellung eine gute Rendite in der Zukunft erzielen. Hier will man zur Verfügung stehendes Geld der Gesellschaft, spannend bleibt die Größenordnung, in grundbuchbesicherte Darlehen vergeben. Das scheint der Stein der Waisen zu sein, obwohl doch gerade diese Darlehen der Ursprung der weltweiten Finanzkrise sind (vgl. ABS und CDS Ausgangspunkte der Krise).

Scheinbar hat man hierbei auch schon genaue Vorstellungen, denn eine KRP Treuhand soll als Treuhänder eingesetzt werden. Schön wäre, wenn in der Gesellschafterversammlung Näheres hierzu ausgeführt wird, was uns allerdings verwundern würde. Wir werden an gleicher Stelle berichten.

Weiterhin sollen eine Reihe von Beschlüssen (8 bis 15) gefasst werden, die den Anlegern als Sicherung finanzieller Nachteile verkauft werden. Hierbei handelt es sich im Ergebnis jedoch um eine Besserstellung der Fondsgesellschaft in Klageverfahren oder bei der Abwicklung von Beteiligung gegenüber säumigen Anlegern.

Interessant ist die geplante Entstellung des Entnahmerechts auf die Einmaleinlagen. Wir hatten von Anfang an davor gewarnt, dass hierdurch eine Aushöhlung der Gesellschaft stattfindet. 

Dann sind aber die geplanten Änderungen des Gesellschaftervertrages für den Anleger besonders brisant! Wir bleiben für Sie am Ball. Ansprechpartner ist Rechtsanwältin Jana Narloch.